Wie kannst Du in der Schwangerschaft deine Zähne schützen?

Bestimmt hast Du schon von dem Sprichwort gehört „Jedes Kind kostet einen Zahn“. Ist das wirklich so? Warum werden die Zähne und die Mundhöhle in der Schwangerschaft angegriffen? Und das wichtigste, was kannst Du dafür machen, dass deine Zähne gut erhalten bleiben?

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Wieso werden in der Schwangerschaft die Zähne angegriffen?

In der Schwangerschaft stellen sich die Hormone um. Durch die Veränderung der Hormone wird das Zahnfleisch besser durchblutet und dadurch wird es weicher. So können die Bakterien besser in das Zahnfleisch eindringen und das kann zu einer Zahnfleischentzündung führen.

Des Weiteren verändert sich auch die Speichelzusammensetzung, der Speichel wird saurer. Durch das saure Milieu werden die Zähne angegriffen und das kann zu Karies führen. Meistens sind Schwangere betroffen, die schon vor der Schwangerschaft Probleme mit Karies hatten. Zusätzlich sind auch die Schwangeren betroffen, die in den ersten Monaten öfter Erbrochen haben. Da die Magensäure den Zahnschmelz aufweicht.

Aber als Schwangere kannst Du einiges dagegen tun, damit deine Zähne gut erhalten bleiben. Du musst nicht machtlos zuschauen, wie Deine Zahngesundheit schwindet.

Was kannst Du als Prävention machen?

1. Xylit

Obwohl Xylit ein Zucker ist, tötet der die Karies im Speichel ab. Dafür solltest Du 3-4-mal täglich Xylit in den Mundraum nehmen. Hauptsächlich sollte das über Xylit-Spülungen geschehen. Zusätzlich kannst Du mit Xylit süßen.

Anwendung Mundspülung: Nehme nach einer Mahlzeit, einen halben Teelöffel Xylit in den Mund. Der Xylit löst sich mit dem Speichel auf. Bewege die Xylitlösung mindestens 2 Minuten im Mund hin und her, dann spucke die wieder aus. Danach solltest du eine halbe Stunde lang nichts trinken, damit der Xylit seine Wirkung richtig entfalten kann. (Xylit findest Du in meinem Shop)

2. Kokosölziehen

Kokosöl wirkt antibakteriell. Studien haben bestätigt, dass Kokosöl gegen Karies, Bakterien und Mundraumentzündungen wirkt. Deshalb lohnt es sich täglich Kokosölziehen zu praktizieren. Einfach 1 EL Kokosöl in den Mund nehmen und ca. 15 – 20 Minuten lang im Mund hin und her ziehen. Danach wird das Kokosöl ausgespuckt. Die Zähne und die Zunge sollten danach geputzt werden, damit alle Bakterien und Gifte aus dem Mundraum entfernt werden. (Kokosöl findest Du in meinem Shop)

3. Sorgfältige Zahnpflege in der Schwangerschaft

Putze dir morgens und abends die Zähne. Benutze täglich Zahnseide und putze dir jeden Morgen die Zunge. Auf der Zunge leben sehr viele Bakterien, die sollen regelmäßig entfernt werden.

4. Frisch gepresste Säfte

Frisch gepresste Gemüsesäfte enthalten sehr viele Vitamine, Mineralien und Enzyme. Besonders Löwenzahnsaft und Karottensaft helfen die Knochenstruktur zu erhalten, die Zähne zu festigen und zu stärken. Dadurch können die Zähne erhalten bleiben. Auch Zahnfleischentzündungen werden damit verhindert.
Presse dir einen Saft aus: Karotten, Löwenzahn, Spinat oder Karotten, Spinat. Einfach nur Karottensaft geht auch, aber keinen aus dem Supermarkt! Ansonsten ist die Wirkung verfehlt! Säfte müssen spätestens 48 Stunden nach dem Pressen getrunken werden, ansonsten sind die meisten Nährstoffe nicht mehr im Saft enthalten. Säfte die erhitzt wurden, haben keine positive Wirkung auf den menschlichen Organismus.

5. Zahnfreundliche Ernährung

Wer gute Zähne haben möchte, muss auf eine gute Ernährung achten. Esse viele basische Lebensmittel, damit der Körper nicht übersäuert. Dazu gehört viel frisches Obst, Gemüse und Salate.  Hier mehr zu sauren und basischen Lebensmitteln.

6. Vermeide diese Lebensmittel

Wenn du Probleme mit Karies hast, dann vermeide Zucker. Auch getrocknete Früchte wie Datteln, Aprikosen, Rosinen, etc. Klebrige zuckrige Lebensmittel bleiben länger am Zahn hängen und vermehren dadurch die Kariesbakterien. Benutze nur Xylit als Süße, damit stillst du deine Gelüste auf Süßes und machst gleich was gegen den Karies.
Wenn du keine Probleme mit Karies hast, solltest du trotzdem auf raffinierte Zucker verzichten. Raffinierter Zucker verändert deine Mundflora und das wirkt sich wiederrum negativ auf deine Zahngesundheit aus. Aber du kannst gerne mal getrocknete Früchte essen, da die hauptsächlich bei Karies Probleme machen.

7. Mundhygiene nach dem Erbrechen

Nach dem Erbrechen solltest Du dein Mund ausspülen. Wichtig ist, du solltest erst nach einer Stunde die Zähne putzen. Da das Erbrochene deinen Zahnschmelz aufweicht. Wenn Du den weichen Zahnschmelz wegputzt, hast Du keinen Schutz mehr auf deinen Zähnen! Die Gefahr für Zahnprobleme steigt dadurch erheblich. Nach einer Stunde ist der Zahnschmelz wieder hart genug und Du kannst Problemlos deine Zähne putzen.

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Wann solltest Du zum Zahnarzt gehen?

Lasse am besten in der Schwangerschaft und in der Stillzeit nichts an deinen Zähnen machen. Fast jeder Eingriff ist für das ungeborene oder das gestillte Baby schädlich. Röntgenstrahlen, Medikamente, Fluoride, Stress und schmerzen der Mutter sind ein Risiko für das ungeborene Baby.

Diese Eingriffe sollst Du vermeiden:

– größere Eingriffe
– Röntgenstrahlen
– Amalgamfüllungen entfernen

Wenn Du schmerzen hast, dann solltest Du natürlich zum Zahnarzt gehen, aber nur das Nötigste machen lassen. Deshalb achte besonders in der Schwangerschaft und Stillzeit auf deine Zahngesundheit. Nimm dir diese wichtige Zeit, damit deine Zähne  erhalten bleiben.

Fazit

In der Schwangerschaft sind deine Zähne mehr gefährdet und Du musst besser auf deine Zahngesundheit achten. Unterstütze deine Zahngesundheit mit einer vollwertigen Ernährung, frisch gepressten Gemüsesäften und einer sehr guten Zahnpflege. Damit Du die Schwangerschaft wirklich genießen kannst.

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