Raffinierter Zucker

Die unterschätzte Gefahr!

Wieso ist Raffinierter Zucker eigentlich so schädlich für die Gesundheit? Wird die Gefahr von den meisten unterschätzt? Erfahre die Auswirkungen von Zucker und treffe mit diesen Informationen, eine Entscheidung für dich und dein Kind. Wir müssen verstehen, dass Zucker nicht gleich Zucker ist. Wann ist der okay und wann wird der Zucker zur Gefahr?

Zucker ist überall, deshalb für die meisten Menschen auch ganz normal. Die Gefahren von Zucker werden von den meisten Menschen unterschätzt. Der tägliche Konsum von Zucker gehört in fast jedem Haushalt dazu und wird meistens noch als Energielieferant gesehen. Braucht der Mensch wirklich Zucker? Wenn ja, dann welchen?

Was ist raffinierter Zucker?

Raffination bedeutet, etwas zu reinigen und veredeln. Das hört sich im ersten Moment gut an, aber Zucker wird von Mineralien, Vitaminen und Ballaststoffen gereinigt. Übrig bleibt der Zucker den wir kennen, den es in dieser Form in der Natur nicht gibt.

Was ist das Problem mit raffiniertem Zucker und wie sieht es mit der Energie aus?

Wenn wir Zuckerrüben, Obst, Gemüse oder Getreide essen, nehmen wir zum Zucker gleichzeitig auch Mineralien, Vitamine und Ballaststoffe auf. Der Körper kann so den Zucker sehr gut verarbeiten und der geht nur langsam ins Blut über. So steigt der Blutzuckerspiegel nicht schnell an und hält dafür lange an. Das ist die Energie die wir brauchen.

Raffinierter Zucker hebt den Blutzuckerspiegel schnell und zu hoch an, aber der fällt auch ganz schnell wieder ab. Wer auf Dauer gute und langanhaltende Energie haben möchte, muss sich das aus ursprünglichen Lebensmitteln holen.

Auswirkung auf das Kind

Zucker hat eine Menge Auswirkungen auf Kinder und natürlich auch auf die Erwachsene.

  • Zucker macht süchtig. Robert Lustig von der University of California ist ein Übergewichtsforscher. Er vergleicht Zucker mit Nikotin und anderen Drogen. Da wir immer mehr wollen. Wenn wir auf Zucker verzichten, machen wir einen richtigen Entzug durch.
  • Die Gehirnaktivität wird mit Zucker langsamer
  • Das Gehirn schrumpft, diese Ergebnisse kamen jetzt bei mehreren Studien raus
  • Schädigt die Zähne
  • Viele Kinder wollen sich dadurch nicht viel bewegen, sitzen lieber auf der Couch und schauen fern, spielen Computerspiele.
  • Durch zu viel Zucker steigt die Gefahr für aggressives Verhalten
  • Essgelüste, dadurch entsteht die Gefahr für Übergewicht
  • In einer englischen Studie wurden Kinder nach einem süßen Frühstück beobachtet. Die Kinder waren danach selbstbewusst und wach,  aber die Lernleistungen wurden schlechter. Das interessante ist, die Erinnerungszentrale im Gehirn wird nach dem Genuss von Zucker bei uns schlechter.
  • Nährstoffmangel. Wenn Kinder zu viel Süßigkeiten essen, haben die oft keinen Appetit mehr auf vollwertige Lebensmittel. Sie nehmen deshalb meistens weniger Vitamine und Mineralien zu sich. Zusätzlich verbraucht der Körper Mineralien und Vitamine, um den Zucker zu verarbeiten und den Säure-Basen-Haushalt auszugleichen.
Raffinierter Zucker - Die unterschätzte Gefahr!

Krankheiten die entstehen können

  •  Diabetes-Typ-2
  • Das Herz wird geschädigt
  • Die Gefahr auf Demenz steigt im Alter
  • Das Risiko für Krebs steigt
  • Zucker wirkt sich schlecht auf die Darmflora aus. Die Darmflora ist für unsere Gesundheit verantwortlich. Durch die Verschlechterung     wird das Immunsystem schwächer und der Mensch ist anfälliger auf Krankheiten, Allergien und Pilzen (Candida)

Warum essen Kinder so gerne Süßes?

Wir sind von Natur aus auf Süßes programmiert. Babys trinken von Anfang an gerne die süße Muttermilch. Süß bedeutet, das Lebensmittel ist ungefährlich und nahrhaft. Den Süßes ist in der Natur nicht giftig. Giftiges ist meistens bitter, deshalb mögen die meisten Menschen auch nicht so gerne bittere Lebensmittel.

Wenn unsere Kinder von Anfang an gerne süß bevorzugen, warum ihnen nicht jeden Tag etwas süßes geben?
Ja ihr sollt eurem Kind jeden Tag was süßes geben, aber die Art vom Süßen, wie die Natur es vorgesehen hat. In Form von Obst. Kinder die mit Obst aufwachsen, lieben unterschiedlichste Obstsorten. Du kannst es zusätzlich interessant machen und daraus ein selbstgemachtes Eis zaubern, ein Mousse aus Bananen, Avocado und Kakao oder eine leckere Schokolade mit der süße von einer Banane – das Rezept findest du in diesem Artikel. Es gibt viele weitere gesunde Möglichkeiten.

Das schmeckt Kindern und mehr brauchen die auch nicht! Wir sollten unsere Kinder von Anfang an, an den natürlichen Geschmack und an die natürliche Süße gewöhnen. Viele Lebensmittel sind von Natur aus schon süß, bloß mit unserem überzuckerten Geschmack, bekommen wir das nicht mehr mit. Sobald ihr weniger Zucker isst, wird euch das nach kurzer Zeit auffallen.

Zucker in der Babynahrung

Das schlimmste ist, die Babybreie die als gesund deklariert sind, sind anscheinend nicht ganz so gut wie behauptet. Öko-Test hat verschiedene Milchgetreidebreie auf Zucker kontrolliert. Alle Marken, auch die Bio-Breie, sind durchgefallen. Die beste Note war „ausreichend“. Das ist echt erschreckend!

Nicht nur der Milchgetreidebrei ist zu süß für Babys, sondern auch viele weitere Produkte für Babys enthalten zu viel Zucker! Wie zum Beispiel: Tee, Müsliriegel, Breie und Kekse. Die Verbraucherorganisation Foodwatch beklagt nicht nur, dass zu viel Zucker in den Produkten enthalten ist, sondern auch, dass die Firmen irreführende Werbeversprechen machen.

Es ist deshalb wichtig, dass wir Mütter für unsere Babys die Breie selber zubereiten. Dann weiß man auch, was wirklich drin ist. Besonders die ersten Breie sind sehr schnell und sehr einfach herzustellen. Hier einige Rezepte

Zucker nicht nur in Süßigkeiten

Die Industrie hat schon lange erkannt, dass wir eine Vorliebe für Süßes haben. Deshalb sind in vielen weiteren Lebensmitteln Zucker zu finden. Wie zum Beispiel in Wurst, Aufstriche, Ketchup, Einmachgläsern, Müsliriegel, Säfte, etc. Das schlimme ist, dass die Bio-Hersteller genauso Zucker für ihre Lebensmittel verwenden.

Quetschies, die bei vielen Eltern beliebt sind, enthalten Zucker. Obwohl „ohne Zuckerzusatz“ draufsteht. Neben dem Zucker vom Obst, wird noch Fruchtsaftkonzentrat und Fruchtmark genommen. Das alles hebt stark den Zuckergehalt. Umgerechnet sind das 4 Zuckerwürfel pro Quetschie. Obst enthält viele Vitamine und Mineralien, die aber bei der Verarbeitung und Erhitzung kaputt gehen. Quetschies können die Zähne sehr schaden. Nicht alles ist gesund, was im ersten Moment gesund aussieht!

Kinder werden mit Süßigkeiten überhäuft

Wenn ich mit meiner Tochter einkaufen gehe, wird ihr gerne in verschiedenen Läden Gummibärchen, Lutscher, Brause, etc. angeboten. Auch die Großeltern und Bekannte wollen den Kindern immer mit Süßem eine Freude machen.

Da die Kinder so süß sind, möchte jeder ihnen etwas Gutes tun. Sie mit Süßem überraschen und ein Lächeln dafür bekommen. Die Idee dahinter finde ich sehr schön und es gefällt mir zu sehen, dass viele Menschen in meiner Umgebung so gut auf Kinder reagieren. Dafür bin ich dankbar.

Das schlimme ist nur, dass man mit Süßigkeiten den Kindern nichts gutes macht. Man schadet ihnen unheimlich damit und Eltern die sich mit diesem Problem auseinander gesetzt haben, stehen oft blöd da, weil die meistens „Nein“ sagen müssen. Um ihr Kind vor den Massen von Süßigkeiten zu bewahren.

In Reformhäusern wird wenigstens Obst für Kinder angeboten, das sollte überall so sein. Damit macht man den Kindern eine Freude und sie bekommen zum Fruchtzucker noch wichtige Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Enzyme für ihren Körper, damit sie gut wachsen können.

Zuckeralternativen

  • Bananen – Die beste Art des Süßens. Besonders ganz reife Bananen kann man sehr gut als Zuckerersatz nehmen. Zum backen, für Shakes, Desserts, Schokoladen, etc.
  • Datteln – Sind sehr süß. Die kann man gut für Shakes, Desserts, Rohkostkuchen, Müsliriegel, etc. nehmen
  • Xylit oder auch Birkenzucker genannt – Fast so süß wie Zucker. Kann die Zahngesundheit verbessern, Kalorienarm, kann bei Kindern Ohrinfektionen vorbeugen, der Blutzuckerspiegel wird kaum erhöht. (Shop)
  • Kokosblütenzucker – Schmeckt Karamellartig, sehr geringer glykämischer Wert, dadurch steigt der Blutzuckerspiegel nur sehr leicht an.     Viele Mineralien und Spurenelemente (Shop).
  • Yaconsirup und Yaconpulver – Nicht ganz so süß wie Zucker. Hat aber viele gesundheitliche Vorteile.
  • Erythrit – Weniger süß als Zucker. Zahnfreundlich, keine Kalorien, hebt kaum den Blutzuckerspiegel.
  • Stevia – Viel süßer als Zucker, deshalb braucht man von Stevia nur eine sehr kleine Menge. Zahnfreundlich, keine Kalorien, reguliert den Blutzuckerspiegel.
  • Ahornsirup – Glykämischer Wert noch niedrig, viele gesunde Inhaltsstoffe, aber der besteht aus 60 Prozent Saccharose. Ist nicht ganz so Zahnfreundlich. Deshalb sind die anderen Zuckeralternativen besser.

Mehr zu dem Thema gesunde Zuckeralternativen, findet ihr bei Zentrum-der-Gesundheit

Unter welchen Namen finden wir Zucker in Lebensmittel

  • Saccharose
  • Dextrose
  • Raffinose
  • Glukose
  • Fruktosesirup oder Fruktose-Glukose-Sirup
  • Glukosesirup, Glukose-Fructose-Sirup oder Stärkesirup
  • Laktose
  • Maltose oder Malzextrakt
  • Maltodextrin, Dextrin oder Weizendextrin
  • Süßmolkenpulver
  • Gerstenmalz/Gerstenmalzextrakt
  • -dicksaft
  • -sirup
  • Honig
  • Traubenzucker

Fazit

Was wünscht du dir für deine Kinder? Den schnellen, kurzen Genuss oder die lebenslange Gesundheit?

Da du jetzt die Auswirkungen vom Zucker kennst, solltest du handeln. Das bedeutet nicht, dass dein Leben jetzt langweilig wird. Die gesunden Zuckeralternativen sind genauso lecker, aber schädigen unsere Gesundheit nicht. Es lohnt sich hier, sich gegen die Gesellschaft zu stellen und zu raffinierten Zucker „NEIN“ zu sagen.

Trotz das die Zuckeralternativen viele positive Aspekte haben, sollten wir Süßigkeiten nicht täglich zu uns nehmen und wenn es was Süßes gibt, dann sollte es was hochwertiges sein. Schütze dich und dein Kind.

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One Comment

  • Caroline

    Hallo Viktoria,

    Wirklich ein sehr guter Artikel.
    Wir versuchen gerade auch vom Haushaltszucker wegzukommen
    und experimentieren mit Xylit und Stevia.

    Liebe Grüsse
    Caro

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