10 Tipps, wie du das Immunsystem deiner Kinder stärken kannst

Hast du keine Lust, dass deine Kinder dauernd krank sind? Im Winter regelmäßig eine Erkältung oder eine laufende Nase haben? Sich bei jedem kranken Kind gleich anstecken? Dann solltest du was für das Immunsystem deiner Kinder tun! Erfahre was du tun kannst, damit deine Kinder gesund und fit durch ihr Leben kommen.

10 Tipps, wie du das Immunsystem deiner Kinder stärken kannst

Genauso wie bei Erwachsen, wird das Immunsystem von Kindern von einer vollwertigen Ernährung, der täglichen Bewegung, frischen Luft, Ruhe Phasen, engen Bindungen und weiteren wichtigen Faktoren gestärkt. Nur im Gegensatz zu einem erwachsenen Menschen kann sich das Kind seine Bedürfnisse nicht alleine decken. Es ist auf uns angewiesen.

Wir sind nicht nur für eine gute und vollwertige Ernährung verantwortlich, sondern auch für alle anderen Bedürfnisse. Wir suchen die Erziehungsform für unser Kind aus, dadurch bestimmen wir das Klima und die Qualität der Beziehung. Die Zufriedenheit und das Glücklich sein, haben auch eine große Auswirkung auf die Gesundheit.

Wir sind verantwortlich dafür, ob unser Kind ein gutes und starkes Immunsystem hat oder nicht. Wir tragen die Verantwortung für unsere Kinder. Du hast es zum größten Teil in der Hand, ob dein Kind gesund oder kränkelnd heranwächst.

Was macht das Immunsystem von Kindern stark?

1. Eine frische und vollwertige Ernährung

Eine gute Ernährung von Anfang an ist sehr wichtig. Du solltest darauf achten, dass dein Kind alle Vitamine, Mineralien und Spurenelemente zu sich nimmt. Zusätzlich braucht dein Kind Ballaststoffe und hochwertiges Eiweiß. Das hört sich im ersten Moment vielleicht anstrengend an, aber durch gute und vollwertige Lebensmittel ist das gut machbar. Deshalb ersetze die Lebensmittel, die fast keine Nährstoffe haben.

Wie sieht eine gesunde Ernährung aus?
  • Eine gesunde Ernährung für Kinder enthält viel frisches Obst und Gemüse. Wenn wir Eltern selber viel frisches Obst und Gemüse essen, dann ahmen uns unsere Kinder meistens nach.
    Startet in den Morgen mit viel frischem Obst. Das entgiftet den Körper und versorgt ihn gleich mit wichtigen Nährstoffen.
  • Brot und Nudeln sollten immer in einer Vollkornvariante genommen werden, da die wertvolle Ballaststoffe, Mineralien und Vitamine enthalten. Weißmehlprodukte werden oft als totes Lebensmittel bezeichnet, da die kaum Nährstoffe enthalten.
    Das Kind sollte nicht den ganzen Tag Teigwaren essen, da sonst das Verdauungssystem überlastet wird!
  • Naturreis, Vollkornreis, Quinoa, Kartoffeln, Amaranth, Mais und Hirse, sollten auf dem Speiseplan stehen. Diese Lebensmittel sind voller wichtiger Nährstoffe. Wenn wir unsere Ernährung abwechslungsreich gestalten, kommt seltener ein Nährstoffmangel vor.
  • Gebe deinem Kind stilles Wasser zu trinken, aber kein Leitungswasser. Unser Körper besteht hauptsächlich aus Wasser. Deshalb braucht er jeden Tag frisches, sauberes, also schadstofffreies Wasser. Wasser schwemmt die Schadstoffe raus und erhält unseren Körper.
  • Bio Lebensmittel sind auch sehr wichtig, besonders für Babys und Kleinkinder. Da stark belastetes Obst, Gemüse und weitere Lebensmittel, den Körper deines Kindes belasten. Mehr dazu, im Artikel: Welche Bio Lebensmittel sollten auf jedem Speiseplan stehen?

Tipp für das Frühstück: Morgens anstatt ein Marmeladen-, Nutella- oder Wurstbrötchen, lieber ein Müsli zubereiten. Kinder essen das gerne. Aber keine süßen Cornflakes, Schokoflakes und Co. Sondern mit Haferflocken, gepufftem Amaranth, gepufftem Quinoa, ungesüßten Cornflakes, etc. Das Müsli am besten mit einem Reisdrink (ist von Natur aus süß) und etwas Obst zubereiten. Wähle eine Obstsorte, die dein Kind gerne isst. Rezept Vorschlag

Tipp für das Obst und Gemüse: Mache selber Grüne Smoothies. Die meisten Kinder lieben das. Besonders beliebt sind süße Früchte mit Babyspinat oder Feldsalat. Im Sommer kommt ein selbstgemachtes Eis gut an, hier zum Rezept Erdbeereis & Himbeereis.

Für Kinder die ungerne Gemüse essen, könnt ihr das Gemüse in die Soße pürieren. Nudel- oder Reispfannen sind für Gemüsemuffel auch gut geeignet.

Verzichte auf:
  • Raffinierte Zucker, dass schädigt unseren Körper. Mehr in diesem Artikel
  • Quetschies: sind bei vielen Eltern beliebt, enthalten aber zu viel Zucker. Obwohl „ohne Zuckerzusatz“ draufsteht. Neben dem Zucker vom Obst, wird noch Fruchtsaftkonzentrat und Fruchtmark genommen. Das alles hebt stark den Zuckergehalt. Umgerechnet sind das 4 Zuckerwürfel pro Quetschie. Obst enthält viele Vitamine und Mineralien, die aber bei der Verarbeitung und Erhitzung kaputt gehen. Quetschies können die Zähne sehr schaden. Nicht alles ist gesund, was im ersten Moment gesund aussieht!
  • gekaufte Fruchtsäfte: Ein Saft ist nicht so gesund, wie es im ersten Moment scheint! In Fruchtsäften ist der Zuckergehalt zu hoch und durch das Pressen bleiben viele Ballaststoffe in der Saftpresse hängen. Säfte werden auch erhitzt um haltbar gemacht zu werden, dadurch gehen die meisten Vitamine kaputt. Kurz gesagt: die meisten Vitamine, Mineralien, sekundären Pflanzenstoffe und Ballaststoffe gehen bei der Herstellung vom Saft verloren. Zurück bleibt ein übersüßes Getränk, das dick macht, Diabetes fördert und die Zähne angreift.
  • stark verarbeitete Fertigprodukte: viele Fertigprodukte enthalten Zucker, zu viel Fett und Salz, Geschmacksverstärker, Zusatz-, Konservierungs- und Aromastoffe. Deshalb schaue immer auf die Zutatenliste bevor du ein Fertigprodukt kaufst. Auch die Fertigprodukte für Babys sind nicht zu empfehlen.
  • schlechte Säurelieferanten: sollten vermieden werden oder eingeschränkt werden. Zu diesen Lebensmitteln gehören: Milch und Milchprodukte, Fleisch und Wurstwaren, Weißmehlprodukte, weißer Reis, gehärtete Fette und Öle (z.B. Margarine), Ketchup, Süßigkeiten und einige weitere Lebensmittel.

2. Viel frische Luft

Dein Kind braucht jeden Tag frische Luft. Ein Kind muss täglich die Möglichkeit haben, sich draußen auszutoben, einen Spaziergang zu machen oder auch einfach draußen zu sein.

Auch bei schlechtem Wetter! Meistens ist die Luft sogar frischer, wenn es regnet. Wenn es schneit, dann ist es meistens ein Erlebnis. Gehe wenigstens für 20 Minuten raus an die frische Luft. Das verbessert das Immunsystem deines Kindes, die Stimmung ist besser, das Kind kann sich besser danach konzentrieren und fühlt sich allgemein fitter.

Besonders Babys und Kleinkinder die sehr quengelig zu Hause sind, kann ein Ortswechsel in die Natur oder auf den Spielplatz wahre Wunder bewirken.

3. Bewegung

Kinder müssen sich viel bewegen, um sich gesund zu entwickeln. Wer nicht lernt sich in der Kindheit regelmäßig zu bewegen, wird sich meistens als Erwachsener auch nicht viel bewegen. Das führt zu vielen Krankheiten wie z.B. Rückenschmerzen, Herzkrankheiten, Diabetes, Übergewicht und einige weitere Probleme. Die Bewegung beeinflusst nicht nur das physische, sondern auch das psychische Wohlergehen.

Biete deinem Kind täglich die Möglichkeit sich auszutoben. Entweder draußen in der Natur oder auch zu Hause. Versuche für kurze Wegstrecken das Fahrrad zu nehmen oder auch zu Fuß zu laufen. Ein Indoorspielplatz ist im Winter auch eine gute Lösung.

Kinder die nicht oft fernsehen, am Computer sitzen oder am Handy spielen, bewegen sich meistens viel mehr.

4. Ruhe Phasen

Gönne deinem Kind ruhige Phasen am Tag. Ganz kleine Kinder, schlafen meistens von alleine viel. Aber sobald dein Kind keinen Mittagschlaf mehr macht, solltest du darauf achten, dass dein Kind 30 – 60 Minuten am Tag, sich etwas ausruhen kann. Entweder hinlegen oder etwas Ruhiges machen. Eine Zeit, in der dein Kind runterkommen kann und sich erholen kann.

5. Stillen

Gestillte Kinder sind gesünder, als nicht gestillte Kinder. Umso länger du dein Kind stillst, umso gesünder ist es. Auch Kleinkinder die noch gestillt werden, haben einen großen gesundheitlichen Vorteil. Mehr in dem Artikel Kleinkind stillen, ist das normal? und Warum ist Stillen gut? Die Vorteile

6. Körpernähe

Du kannst viel für das Immunsystem deines Kindes tun, indem du dein Baby viel trägst, dein Kind gerne mal in den Arm nimmst und einfach zusammen mit deinem Kind kuschelst. Beim Körperkontakt setzt sich das Glückshormon Oxytocin frei. Dadurch fühlt sich das Kind sehr wohl. Zusätzlich bildet das Oxytocin Abwehrkräfte im Blut und das stärkt wiederum das Immunsystem. Gerade kranke Kinder brauchen viel Körpernähe, damit die schnell wieder gesund werden.

7. Nähe in der Nacht

Babys & Kinder die bei ihren Eltern im Bett schlafen dürfen und nicht alleine im eigenen Zimmer schlafen müssen, fühlen sich auch wohler, geborgener und sicherer. Viele Babys und Kinder haben Angst alleine im Zimmer zu schlafen. Wie wir wissen, fördert das Gefühl: Einsamkeit, Angst und Alleingelassen zu sein, nicht das Immunsystem eines Kindes. Im Familienbett, bleiben ihm all diese negativen Emotionen erspart. Im Familienbett kann das Baby/ Kind sich voll entfalten und das fördert die Gesundheit deines Kindes.

8. Liebevolle Erziehung

Eine liebevolle Erziehung ist sehr wichtig für die Gesundheit deines Kindes. Hier kann das Kind physisch und psychisch gesund wachsen. Eine optimale Entwicklung. In einer liebevollen Erziehung nehmen die Eltern ihre Kinder ernst, gehen gut mit Ihnen um und investieren gerne Zeit für ihre Sprösslinge. Mehr in diesem Artikel

9. Zu Hause aufwachsen

Kinder die mindestens bis zu 3 Jahren, nicht fremdbetreut werden, sind gesünder. Fremdbetreuung bedeutet für ein Kind immer Stress. Kinder die zu Hause aufwachsen dürfen, fühlen sich geborgener, stärker, sind zufriedener und haben eine sichere Bindung. Hier ein Artikel zum Thema: Frühkindlicher Stress in der Fremdbetreuung und seine langfristigen Folgen.

10. Pflegeprodukte

Auch die Pflege deines Kindes spielt in der Gesundheit eine wichtige Rolle. Unsere Haut ist das größte Organ und dadurch können wir genauso schädliche Substanzen aufnehmen, wie bei der Ernährung. Deshalb solltest du diesen Punkt nicht unterschätzen. Wähle immer Naturprodukte für dein Kind und am besten auch für dich selber.

Hier ein paar Beispiele:

Shampoos & Duschgels: In der handelsüblichen Seife und Shampoo sind aggressive Chemikalien drin. Wie Silikone, Parabene, Propylenglykol, Sodium Lauryl Sulfate, PEG, DEA/TEA und viele mehr, die sehr schädlich und teilweise krebserregend sind. Deshalb immer die Inhaltsangaben prüfen! Am besten nur Shampoos und Duschgels aus der Naturkosmetik verwenden.

Zahnpasta: Verwende für dein Kind nur Zahnpasta aus der Naturkosmetik. Viele Kinder schlucken regelmäßig etwas Zahnpasta, deshalb sollte die Zahnpasta wirklich unbedenklich sein. Zusätzlich achte darauf, dass die Zahnpasta keine Fluoride enthält. Hier ein Artikel zu Fluoride. (In meinem Shop, findest Du ein geeignetes Zahngel für Kinder)

Windeln: Konventionelle Windeln enthalten viel Chemie. Wie Chlor, Formaldehyd, Weichmacher, Parfüm, Farbstoffe, Latex, Lotion usw. Diese Stoffe dringen leicht im feucht-warmen Klima der Windel, in die Haut des Babys ein.

Deshalb solltest du für dein Kind Stoffwindeln oder Ökowindeln nehmen. Mehr zum Thema: Vorteile Ökowindeln

Fazit

Jede Umstellung ist am Anfang anstrengend. Es ist eine Zeit des Umdenkens und bewusst Zeit für die Veränderung zunehmen. Aber sobald der Anfang geschafft ist, wird es immer leichter. Viele neue Dinge werden auf einmal zur Gewohnheit und ganz normal.

Die Belohnung für die ganze Anstrengung wird auch in den nächsten Monaten sichtbar. Du wirst glücklich sein, wenn dein Kind nicht mehr ganz so oft krank ist, beweglicher ist, mehr Energie und Freude hat. Eine schlechte Ernährung, kann sich auch auf die Stimmung und auf die Aktivitäten auswirken.

Gebe dein Kind das Beste mit auf seinem Lebensweg. Kinder die von Anfang an, gesund aufwachsen und eine gute Bindung zu ihren Eltern haben, haben eine sehr gute Chance ein gesundes und erfülltes Leben zu leben.

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